Wie arbeitet es sich im neuen Andreasturm?

Wie arbeitet es sich im neuen Andreasturm?
19. Februar 2019, Christian Toso im Gespräch mit Andreas Huterer

Wie arbeitet es sich im neuen Andreasturm?

Im Dezember 2018 hat die Amstein + Walthert AG als erste Mieterin ihre Büroflächen im 80 Meter hohen Andreasturm in Oerlikon bezogen. Wie es dazu kam und wie es sich in dem neuen Gebäude lebt und arbeitet, erklärt Andreas Huterer, Partner und Mitglied der Geschäftsleitung von Amstein + Walthert AG im Interview.

Wie kam es zur Miete der Liegenschaft im Andreasturm?

Amstein + Walthert hat bereits vor zehn Jahren aufgrund der Prognose des Firmenwachstums entschieden, neue Büroräumlichkeiten zu eruieren. Ziel der Firma war und ist es, alle Mitarbeitenden am Standort Zürich unter einem Dach zu beschäftigen, um die Synergien, das Netzwerk und den Wissenstransfer voll auszuschöpfen.

Die Parzelle auf der heute der Andreasturm steht, war damals von der SBB für die Bahninfrastruktur genutzt. Es kam zum Schulterschluss und gemeinsam wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Wir konnten bereits in das Wettbewerbsprogramm unsere Bedürfnisse, wie Raumprogramm, Perron-Anbindung, Konferenzzone und Personalrestaurant miteinfliessen lassen. Auch das Thema Nachhaltigkeit war uns und der SBB von Anbeginn sehr wichtig, weshalb die Zertifizierung nach DGNB Platin im Interesse beider lag.

Welche Kriterien im Auswahlprozess haben zum Entscheid für den Andreasturm geführt?

Die Möglichkeit, als Mieter einen Neubau ganz auf seine Bedürfnisse auszurichten, ist sicherlich der entscheidende Mehrwert. Hierzu zählt auch zeitgemässe Arbeitsplätze mit dazugehöriger Grundinfrastruktur zu schaffen. Mitentscheidend ist zweifelsohne die Lage: Zum einen direkt neben den bisherigen Standorten von Amstein + Walthert und zum anderen selbstverständlich die unmittelbare Lage direkt am Bahnhof Oerlikon.

Welche Rolle spielt das Umfeld, in Ihrem Fall die Nähe zum Bahnhof Oerlikon?

Die Nähe zum Bahnhof Oerlikon spielt eine entscheidende Rolle für uns: Es ist eben nicht nur die Nähe, sondern der direkte «eigene» Perron-Zugang.
Ein Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist der ressourcenschonende Umgang und die Vermeidung von CO2-Emmissionen. Unsere Mobilität ist in erster Linie auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ausgelegt, sowohl beim Arbeitsweg der Mitarbeitenden wie auch bei der Geschäftstätigkeit. Als Planer und Berater sind viele unserer Mitarbeitenden tagtäglich bei unseren Kundinnen und Kunden in der ganzen Schweiz unterwegs. Die kurze Wegzeit zu einem der grössten Bahnhöfe der Schweiz wirkt sich somit auch positiv auf die Wirtschaftlichkeit unseres Kundengeschäfts aus.

Wodurch entsteht eine lebendige Stadt und was benötigen die (Schweizer) Städte der Zukunft?

Eine lebendige Stadt der Zukunft wird unseres Erachtens von vielen Facetten geprägt. Allem voran ist hierbei sicher die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung zu nennen. Aber auch die Herausforderungen des Klimawandels für Städte gilt es zu meistern. Lebendigkeit wird durch Menschen erzeugt, soziale Themen, wie Durchmischung oder Gestaltung des öffentlichen Raums tragen ihren Teil dazu bei. Letztendlich muss auch die lokale Wertschöpfung gegeben sein, im Hinblick auf Wohn- und Arbeitsqualität.

In welches Zukunftsprojekt investieren Sie momentan Ihre meiste Zeit?

Wie bereits in den letzten Jahren werden wir auch in den kommenden Jahren weiter intensiv daran arbeiten, die Amstein + Walthert AG für die Zukunft so aufzustellen, dass sie die anstehenden Herausforderungen unserer Branche und der Gesellschaft meistern wird.

Zwei Türme für Zürich Nord.

Ideale Verkehrsverbindungen und eine dynamische Stadtentwicklung machen das ehemalige Industriequartier zum Hotspot und zum begehrten Dienstleistungszentrum. Neben dem Andreasturm entsteht auf dem Areal des neuen Bahnhofs Zürich Oerlikon der 80 Meter hohe Franklinturm. Zusammen mit dem Andreasturm wird der Franklinturm die Skyline des aufstrebenden Stadtteils Zürich Nord prägen.

Andreasturm.

Der Andreasturm ist gemäss dem von der SGNI (Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) adaptierten Label «DGNB Platin» erstellt.

Alles zum Andreasturm und die verfügbaren Flächen.
andreasturm.ch

Franklinturm.

Alles zum Franklinturm und die verfügbaren Flächen.
franklinturm.ch

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Andreas Huterer
Andreas Huterer
Andreas Huterer ist Bereichsleiter für Immobilien- und Facility Management, Bauherrenberatung und nachhaltiges Bauen sowie Partner und Mitglied der Geschäftsleitung von Amstein + Walthert AG. Der diplomierte Bauingenieur (FH/SIA) verfügt über einen MAS in Real Estate (CUREM), ist zertifizierter DGNB Auditor Schweiz und Energiecoach der Stadt Zürich. Neben seinen diversen Tätigkeiten u.a. in der SIA Kommission für Nachhaltigkeits- und Umweltnormen (KNU) sowie dem Ausbildungsausschuss der SGNI ist Andreas Huterer als Dozent am Institut Banking und Finance der Universität Zürich tätig.

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Christian Toso
Christian Toso
Christian Toso arbeitet seit 2014 für SBB Immobilien und ist zuständig für die Vermarktung der Büroflächen der Neubauprojekte in der Deutschschweiz. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Immobilienvermarktung (SVIT, MBA) und hat eine Weiterbildung in Mediation.
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