Das Bürogebäude «Byte» – neue Arbeitswelt der Zukunft.

Das Bürogebäude «Byte» – neue Arbeitswelt der Zukunft.
4. Juli 2019, Stefan Holzinger im Gespräch mit Alexandra Bättig

Das Bürogebäude «Byte» – neue Arbeitswelt der Zukunft.

Seit bald zehn Jahren konzipieren wir bei der SBB Arbeitsumgebungen für die Arbeitswelt der Zukunft. Was es dafür braucht und wie wir vorgehen, erklärt meine Kollegin Alexandra Bättig, Leiterin Workplace Management bei SBB Immobilien in einer dreiteiligen Blogpostserie.
Im zweiten Teil geht es um die Entwicklung des «Workplace Konzepts» am Beispiel des neuen SBB Gebäudes «Byte» in Bern Wankdorf.

Wie kam es überhaupt zur Idee des Gebäudes «Byte»?

Es begann mit einer sogenannten Standortstrategie. In dieser wurde festgelegt, in welchen Gebäuden der Bedarf an Arbeitsplätzen am Standort Bern in Zukunft gedeckt wird. Im Fokus stand, wie die heute auf acht Gebäude in der Stadt und der Region Bern verteilten Mitarbeitenden der SBB IT räumlich stärker konzentriert werden können. Für die Konzentration der Arbeitsplätze am Standort Bern Wankdorf sprach die Nähe zum Hauptsitz und das dadurch entstehende Synergiepotenzial in der Zusammenarbeit. 

Wie ist die SBB in der Planung von «Byte» vorgegangen?

Das dafür notwendige zusätzliche Gebäude für rund 1'800 Mitarbeitende wurde in einem «Gesamtleistungswettbewerb» entwickelt. Dieses Verfahren, in dem Teams aus Architekten, Fachplanern und Totalunternehmern konkurrieren, ist in der Vorbereitung und Durchführung aufwändiger als konventionelle Architekturwettbewerbe. Es bringt aber funktional, gestalterisch und finanziell ausgereifte Ergebnisse, die rasch umgesetzt werden können.

«Das Gesamtleistungswettbewerbsverfahren erfordert klare Vorgaben des Bauherrn, vor allem in den Themen Arbeitsplatzkonzept, Gebäudeeffizienz, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Nachträgliche Änderungen am Bauprojekt sind nur innerhalb klar definierter Leitplanken möglich oder führen zu Kostensteigerungen gegenüber dem Wettbewerbsergebnis.»

Stefan Holzinger
Leiter Portfolio Bahnproduktion / CREM

Wenn sich Organisationsstrukturen und Arbeitsformen verändern, dann kann das Gebäude darauf reagieren. Das ist revolutionär am Gebäude Byte.

Planung von innen nach aussen.

Die SBB legt bei der Entwicklung ihrer Bürogebäude grossen Wert auf funktionale Qualitäten. Bürogebäude werden deshalb «von innen nach aussen» geplant, das Workplace Konzept definiert die Eckwerte für das Gebäudelayout. So entstehen Arbeitsumgebungen, welche die Bedürfnisse verschiedener Arbeitsformen berücksichtigen.

Erfahren Sie hier, wie Sie in vier Phasen zum erfolgreichen Arbeitsplatzkonzept kommen.
 

Was ist im Gebäude «Byte» anders als in den bisherigen Gebäuden?

Das Workplace Konzept von «Byte» ist keine Kopie der anderen SBB Bürogebäude, sondern ist ein weiterer Schritt auf der Reise der SBB in die Arbeitswelt der Zukunft. Die Arbeitsumgebung, wie wir sie bisher am SBB Hauptsitz antreffen, wurde weiterentwickelt. Hierzu sind die Erfahrungen aus den bestehenden Gebäuden sowie Anforderungen aus veränderten Arbeitsformen, neuen digitalen Möglichkeiten, und Mitarbeiterfeedbacks eingeflossen. Des Weiteren wurden Experimente durchgeführt, in denen getestet wurde, wie gut neue Raummodule und Ausstattungselemente insbesondere agile Arbeitsmethoden unterstützen.

In der Gestaltung und Materialisierung zieht sich das Thema «Werkstatt» durch das ganze Gebäude und verleiht ihm seinen eigenen Look. Die Ausstattung ist multifunktional und flexibel, damit sie auf ihre Nutzer «reagieren» kann. Es entsteht eine offene Arbeitsumgebung, die Interaktion und Austausch aktiv unterstützt, aber auch Orte für Ruhe und Rückzug bietet. Gestaltungselemente aus Büro oder Atelier werden daher bewusst mit Elementen aus Wohnen und Gastronomie kombiniert.

Die Arbeitsumgebung von «Byte» soll einzigartig, inspirierend, vielfältig und begeisternd sein. So entsteht eine «Zukunftswerkstatt», die eine interessante und wertvolle Bereicherung zum aktuellen Angebot am Hauptsitz in Bern-Wankdorf. Die drei Gebäude bieten komplementäre Raumangebote und werden sich hervorragend ergänzen.
 

Im dritten und letzten Teil geht es um die Idee hinter dem Campus Wankdorf.
Teil 1: Wie konzipiert die SBB die Arbeitswelt der Zukunft?

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Alexandra Bättig
Alexandra Bättig
Alexandra Bättig arbeitet seit 2012 bei SBB Immobilien und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Planung, Erarbeitung und Weiterentwicklung unserer Arbeitsplatzkonzepte für die Arbeitswelt der Zukunft. Die gelernte Hochbauzeichnerin studierte Facility Management mit Schwerpunkt Immobilienmanagement und plant aktuell eine Weiterbildung im Bereich Strategic Design.

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Stefan Holzinger
Stefan Holzinger
Stefan Holzinger MRICS ist Geograf und Immobilienökonom. Er leitet seit 2009 das Portfolio Bahnproduktion im Portfoliomanagement von SBB Immobilien. Stefan Holzinger bloggt zu Trends im Corporate Real Estate Management und berichtet über innovative Lösungsansätze im Workplace Management.
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