Im Schnellzugtempo an die Spitze: Das Erfolgsrezept von «Coop to go».
14. März 2017, Daniela Corboz

Im Schnellzugtempo an die Spitze: Das Erfolgsrezept von «Coop to go».

Ein Jahr nach seiner Eröffnung etabliert sich der erste «Coop to go» im Zürich Hauptbahnhof als quadratmetermässig umsatzstärkste Coop-Filiale der Schweiz. Ich habe mit Coop-Verkaufsregionenleiter Roger Vogt im Interview über die Gründe für den Raketenstart gesprochen und darüber, wie gestresste Pendler zu Geniessern werden.

Coop to go

Herr Vogt, knapp ein Jahr nach der Eröffnung Ihres ersten «Coop to go» im Zürich Hauptbahnhof ist dieser quadratmetermässig bereits die umsatzstärkste Coop-Filiale der Schweiz. Hätten Sie mit solch einem Erfolg gerechnet?

Dieser Raketenstart hat uns überrascht und gefreut. Uns war aber bewusst, dass unser «Coop to go»-Angebot – rasche, unkomplizierte Verpflegung, ohne dabei auf das Gesunde und Frische verzichten zu müssen – einen Nerv der Zeit trifft. Gerade an einem Ort wie dem Zürich Hauptbahnhof schätzen die Menschen eine vielfältige Auswahl an frischen Produkten, die sie sofort konsumieren können. Angefangen von unserer Selbstbedienungs-«Müeslitheke», die sich nach dem «Zmorge» in eine «Salatbar» verwandelt, über Hot Paninis, hausgemachten Smoothies und frischem Sushi bis hin zu einer vielfältigen Kaffeeauswahl und frisch gepresstem Orangensaft.

Wie wichtig ist für Sie das Thema Genuss? Wie passt das Konzept Coop to go mit Geniessen zusammen?

Wir setzen bei Coop to go ganz auf frische Produkte. Und mit der Frische kommt auch der Genuss. Indem wir fertig zubereitete, frische Produkte anbieten, schenken wir unseren Kundinnen und Kunden zudem wertvolle Zeit. Dank einem übersichtlichen Sortiment, flinken Mitarbeitenden und Selbstbedienungskassen soll kein Kunde seinen Anschlusszug verpassen. Ohne Hektik.

Wie locken Sie Gäste/Käufer in Ihr (Laden)Lokal? Sagen Sie in drei Sätzen, warum ich zu Ihnen kommen soll?

Wir bieten eine frische Vielfalt. Das Angebot ist der Tageszeit und den entsprechenden Bedürfnissen angepasst. Und natürlich haben wir aufgestellte Mitarbeitende.

Ist das Internet eine Gefahr für Ihr Geschäftsmodell? Wo binden Sie das Internet in Ihr Konzept mit ein?

Bei Coop to go verpflegen Sie sich unterwegs, oft auch spontan. Da sehe ich derzeit keine Gefahr durchs Internet. Im Gegenteil, das Netz bietet uns Möglichkeiten, die wir noch nutzen können.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Der Bahnhof ist für mich…

…eine sehr lebhafter und dynamischer Ort mit enormem Kundenpotenzial.

Wie sieht der Bahnhof in 10 Jahren für Sie aus?

Schwer zu sagen. In den letzten Jahren hat sich so viel verändert – denken Sie nur an die Durchmesserlinie. Ich bin aber davon überzeugt, dass grosse Bahnhöfe wichtige Dienstleistungs- und Einkaufszentren bleiben werden – nicht nur für Pendlerinnen und Pendler.

 

Leiter Coop-Verkaufsregion Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich

Roger Vogt

Der 39-Jährige leitet seit drei Jahren die Coop-Verkaufsregion Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich mit über 340 Supermärkten zwischen Basel und dem Urnerland, davon aktuell 7 Coop to go. Seine Karriere bei Coop begann Roger Vogt 1996 als Bankmetzger. Er ist verheiratet und Vater von vier Söhnen.

Beitrag teilen

Fokusthemen