NZZ yearbook Real Estate 2018/19 – Nachhaltiges Bauen zahlt sich aus.

NZZ yearbook Real Estate 2018/19 – Nachhaltiges Bauen zahlt sich aus.
27. September 2018, Björn Zern

NZZ yearbook Real Estate 2018/19 – Nachhaltiges Bauen zahlt sich aus.

Zum 9. Mal erscheint am 27. September das NZZ yearbook Real Estate. Im Fokus der neusten Ausgabe steht das Nachhaltige Bauen. Die Schweiz gehört als Erfinderin des Minergie-Standards zu den Pionieren in diesem Bereich. Doch das Potenzial für Bauherren und Investoren ist nach wie vor gross.

In der Sanierung des Bestands verhilft der Grundsatz der Nachhaltigkeit dazu, die Wohnqualität zu verbessern, den Energieverbrauch zu reduzieren und so auch die Kosten zu senken. Im Neubau führen nachhaltige Objekte – über den Lebenszyklus einer Immobilie betrachtet – ebenfalls zu deutlich niedrigeren Betriebskosten. Hinzu kommt, dass sich diese Objekte auch besser vermieten lassen. Diese und weitere Gründe, warum sich das Nachhaltige Bauen auch für den Investor auszahlt, werden in der aktuellen Ausgabe des Buches aufgezeigt.

Nachhaltigkeitslabel als Qualitätsmerkmal.

Dass in der Schweiz noch vieles konventionell gebaut wird, ist auch auf die verschiedenen Standards und Zertifizierungsprogramme für Nachhaltiges Bauen zurückzuführen. Neben Minergie finden der Standard für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) sowie die internationalen Label wie DGNB, LEED oder BREEAM Anwendung. Selbst wenn Bauherren ihre Projekte zukunftsgerichtet und ressourcenschonend entwickeln, bauen und betreiben wollen, verzichten sie häufig auf den teilweise aufwendigen Zertifizierungsprozess. Doch dieser lohnt sich, insbesondere wenn die Mieter internationale, börsenkotierte Konzerne sind.

Aufgrund der heute gängigen Nachhaltigkeitsberichterstattung – der sogenannten Corporate Social Responsibility (CSR) – setzen viele Grossunternehmen auf bekannte internationale Label. So können sie nachweisen, dass ihr Unternehmen auch in puncto Gebäudenutzung auf Nachhaltigkeit achtet. Schlussendlich stellen die Label für Mieter und Eigentümer heute schon ein wichtiges Qualitätsmerkmal dar, wie bei der Lektüre des NZZ yearbook Real Estate deutlich wird.

SBB mit Vorbildfunktion.

Es überrascht daher wenig, dass auch die Eidgenossenschaft bei den bundesnahen Betrieben grossen Wert auf das Thema Nachhaltigkeit legt. Daher nehmen in der Schweiz die bundesnahen Betriebe eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet ein. So gehören beispielsweise die Post, Swisscom, Skyguide und auch die SBB der Initiative Energie-Vorbild Bund an. Die Betriebe verpflichten sich zu einer Vielzahl von Energiesparmassnahmen und zeigen damit, dass sie ihren Beitrag zur Energiestrategie 2050 des Bundes leisten. Allerdings umfasst Nachhaltiges Bauen weit mehr als Energie sparen und CO2 reduzieren.

Moderne Gebäudestandards stehen für ein umfassendes Verständnis von Nachhaltigkeit. Zu den mehr als 40 verschiedenen Kriterien gehören beispielsweise Themen wie «graue Energie», Aussenräume und Grünflächen, Nutzungsflexibilität, die Rezyklierbarkeit der eingesetzten Materialien oder die Einbindung aller wichtigen Partner im Planungsprozess. Konkret hat die SBB für ihre 90 bedeutendsten Hochbauten daher verbindliche Nachhaltigkeitsziele bis 2030 definiert. Rund 550 Millionen Franken werden jährlich von dem bundesnahen Betrieb in Bahnhöfe und angrenzende Areale investiert, um sie zu nachhaltigen Stadtquartieren zu entwickeln. Bei den Neubauten setzt die SBB konsequent auf das DGNB System Schweiz. Insgesamt sind schon fast ein Dutzend Gebäude bis heute DGNB-System-Schweiz-zertifiziert oder befinden sich im Zertifizierungsprozess.

Platin für Franklinturm und Andreasturm in Zürich Nord.

Gleich zwei neue Gebäude aus dem SBB Portfolio erreichen mit dem Platin-Label von DGNB Schweiz die derzeit höchste Auszeichnung. Der 80 Meter hohe Franklinturm und der gleich hohe Andreasturm in Zürich Oerlikon erfüllen mehr als 80% der ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen sowie der technischen, prozess- und standortbezogenen Kriterien nach DGNB System Schweiz Standard. Aus diesem Grund werden sie auch auf dem Cover des NZZ yearbook Real Estate gezeigt.

Das Buch enthält in diesem Jahr aber auch weitere Projekte in der ganzen Schweiz von unterschiedlichen Bauten, die in puncto Nachhaltigkeit ein Vorbild sein können. So wird beispielsweise eine Überbauung der Migros in St. Gallen vorgestellt, die in Holzbauweise entsteht. Oder der Konzernsitz einer Versicherung, der den Standard für Nachhaltiges Bauen Schweiz (SBNS) erfüllen wird. Und eine Wohnüberbauung in Zuchwil/SO als eines der ersten Projekte in der Schweiz, das die Stromversorgung über die seit Anfang 2018 eingeführte Form der Eigenverbrauchsgemeinschaft sicherstellen wird. Fachbeiträge zu Energieeffizienz, Zertifizierungen und weiteren Themen aus dem Gebiet des Nachhaltigen Bauens runden den Inhalt ab.

Angesichts der grossen Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, sollte es für verantwortungsvolle Immobilieninvestoren eine Selbstverständlichkeit sein, Nachhaltigkeitsaspekte bei der Planung von Neubauten zu berücksichtigen und zukunftsgerichtet in die Sanierung des Bestands zu investieren. Das NZZ yearbook Real Estate 2018/19 gibt dazu wichtige Impulse.

Das NZZ yearbook Real Estate 2018/19 kann über folgende Website bezogen werden.

NZZ yearbook Real Estate: Beitrag zu nachhaltigem Bauen (PDF)

 

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