Wie der Zürich Hauptbahnhof zum smarten Verkehrsknotenpunkt wird.

Wie der Zürich Hauptbahnhof zum smarten Verkehrsknotenpunkt wird.
5. Juni 2019, Philipp Leimgruber

Wie der Zürich Hauptbahnhof zum smarten Verkehrsknotenpunkt wird.

Im Rahmen einer Challenge der Digitalswitzerland hatte die SBB 2017 gewettet, den Zürich HB zum digitalsten und persönlichsten Verkehrsknotenpunkt der Welt zu entwickeln. Die Wette konnte am 15. April diesen Jahres erfolgreich eingelöst werden. Was wurde in den vergangenen 24 Monaten mit dem Programm "My Smart Station Zürich HB" erreicht und wovon können die Kundinnen und Kunden künftig profitieren?

Viele Produktentwicklungen und eine Weltneuheit.

Mit dem Projektteam von «My Smart Station Zürich HB» konnten wir innerhalb von 24 Monaten 24 Pilotprojekte umsetzen. Damit wurde der Zürich HB als Labor für die Entwicklung und das Testen von neuen Services und Produkten etabliert.

  • Ein konkretes Pilotprojekt ist zum Beispiel der Vorbestellservice «SBB FastLane» via der «Mein Bahnhof» App. Geplant ist, den seit November laufenden Pilot bald als Service auf die Bahnhöfe Bern, Luzern, Basel und Genf auszurollen.
  • Mit «SBB Smart Emma» hat das Projektteam ein neues Laden-Format in den Bahnhof gebracht. Über 50 000 Kunden stimmten auf der dazugehörigen Website ab, welche kleinen, lokalen Anbieter aus Zürich sie sich von Februar bis Mai 2019 im HB wünschen.
  • Mit der «SBB AR Preview App» hat das Projektteam eine gewaltige Innovation hervorgebracht. Es ist eine Weltneuheit, wie dank Augmented Reality Echtzeit-Kundeninformation im Zürich HB auf das persönliche Device des Reisenden gebracht werden. Ziel ist es, Augmented Reality Features auf die «SBB Mobile App» oder die «Mein Bahnhof» App zu bringen.

Dies ist nur eine kleine Auswahl aller 24 Projekte. Einen guten Überblick gibt die Website sbb.ch/smart-station sowie folgendes Video:
 

Philipp Leimgruber
Gesamtprojektleiter My Smart Station Zürich HB

24 Projekte in 24 Monaten: Wir machen den Zürich HB zum smartesten Bahnhof der Welt.

Misserfolge und Erkenntnisse.

Die 24 Projekte sind die erfolgreich abgeschlossenen von anfänglich über 30 Piloten. Einige der ursprünglichen Projekte wurden frühzeitig eingestellt, da sich kein Erfolg abzeichnete – im Sinne von «fail fast, fail early, fail cheap». Dies waren einkalkulierte Misserfolge.

Die Erkenntnisse:

  • Bei innovativen Vorhaben gilt es flexibel zu sein. Das heisst, wenn Kundenfeedbacks zu den ersten Prototypen Änderungen verlangen, gilt es die ursprüngliche Produktvision anzupassen.
  • Kolleginnen und Kollegen von «der Front» sowie aus der «Chefetage» sollten von Anfang an in Innovationsvorhaben involviert und von den Services überzeugt werden. Sind diese und deren Bedürfnisse frühzeitig eingebunden, steigen die Chancen für eine erfolgreiche Integration.
  • Wann ist ein Pilotprojekt erfolgreich? Diese Frage muss im Vorfeld klar definiert sein. Die Kriterien dafür dürfen in der ersten Phase der Entwicklung auch noch angepasst werden. Wichtig ist aber, diese Kriterien und deren Zielwerte einmal festzulegen, um dann den Erfolg klar bemessen zu können.

Wie geht es weiter mit «My Smart Station Zürich HB»?  

Das Projektteam von «My Smart Station Zürich HB» wird zukünftig als Nachfolgeorganisation «Smart Station» Innovationen am Bahnhof weiter vorantreiben. Der Fokus liegt darauf, die neuen Produkte, wie beispielsweise die «SBB Augmented Reality App», «SBB FastLane» oder «SBB Smart Emma» organisatorisch zu verankern, damit diese nachhaltig betrieben und weiterentwickelt werden können. Gleichzeitig werden viele kleine Pilotprojekte aus der Wette, wie der Kurzgeschichtenautomat oder der Social Media Screen im SBB Reisezentrum, auf weitere Bahnhöfe ausgerollt. Haben wir dies als Team «Smart Station» geschafft, nehmen wir uns neuen Innovationsvorhaben an – und zwar kollaborativ.
Die Wette konnte nur dank der exzellenten Zusammenarbeit mit internen und externen Teams und Partnern eingelöst werden. Und dies soll auch das zukünftige Erfolgsmodell sein. Wer also eine Innovation für den Bahnhof testen und pilotieren möchte, der setze sich bitte mit dem «
Smart Station» Team in Verbindung. Wir freuen uns auf Eure Ideen und zählen auf Eure Zusammenarbeit.

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Philipp Leimgruber
Philipp Leimgruber
Philipp Leimgruber ist seit April 2018 Gesamtprojektleiter von My Smart Station Zürich HB. Zuvor arbeitete er in der Unternehmensentwicklung von SBB Personenverkehr und war unter anderem Product Owner der SBB Reiseplaner App. Der promovierte Sozialwissenschaftler verfügt über Weiterbildungen in BWL, Innovations- und Changemanagement und ist zertifizierter Scrum Master und Product Owner.
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