Smart City

Smart City – nächster Halt: Zukunft.

Gemäss aktuellen Hochrechnungen wird die Schweiz im Jahr 2045 zwischen neun und elf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zählen – die Mehrheit davon in grossen Städten. Dies stellt die urbanen Zentren vor neue Herausforderungen: Schon heute werden in den Städten knapp zwei Drittel der gesamten Energie verbraucht und rund 80 Prozent aller Treibhausgasemissionen erzeugt. Hier sind intelligente Lösungen gefragt; ein Ansatz dafür ist "Smart City".

Was ist eine "Smart City"?

Eine Smart City bietet ihren Bewohnerinnen und Bewohnern maximale Lebensqualität bei minimalem Ressourcenverbrauch. Ermöglicht wird dies durch die Verknüpfung von unterschiedlichen Infrastrukturen – beispielsweise Transport, Energie und Kommunikation – für einzelne Gebäude, Quartiere oder ganze Städte. Die Grundlage für diese Verknüpfung bilden neue Technologien: Mit Hilfe der Digitalisierung (z.B. „Internet of Things“) können Städte „smart“ werden, also intelligenter und effizienter funktionieren und dabei zugleich die Lebensqualität ihrer Einwohner steigern.

Mit über 1,2 Millionen Reisenden pro Tag ist die SBB der wichtigste Zubringer für die smarten Städte von morgen. Die SBB betreibt ein eigenes Stromnetz mit sieben Kraftwerken und produziert einen Grossteil ihres Strombedarfs selbst. Schon heute stammen 90 Prozent dieses Stroms aus erneuerbaren Ressourcen, bis 2020 sollen es 100 Prozent sein. Als treibende Kraft des ÖV in der Schweiz und ökologische Vorreiterin unter den europäischen Bahnen spielt die SBB eine entscheidende Rolle für die Mobilität der Zukunft. Mit modernen, gut erschlossenen Entwicklungs- und Infrastrukturprojekten leistet die SBB einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Mit innovativen Mobilitätslösungen und zukunftsweisenden Quartierentwicklungen an besten Lagen kann die SBB die Städte in ihren Vorhaben unterstützen und zu einer zentralen Partnerin auf dem Weg zur Smart City werden.

Smart City

Die fünf Handlungsfelder von Smart City.

Smart Mobility Z. B. Betrieb von Mobilitätshubs, Anbindung von selbstfahrenden Fahrzeugen
Smart Building Z. B. Nutzung neuer Konstruktionsmethoden, Automatisierung und Vernetzung von Gebäuden.
Smart Public Space Z. B. Quartierentwicklung mit attraktiven Aussenräumen (z. B. Grünflächen, Parks) und hoher Aufenthaltsqualität.
Smart Connectivity Z. B. Steigerung der Leistungs- und Lebensqualität dank integrierter Informationsflüsse zwischen Einwohnern, Städten und SBB.
Smart Energy Z. B. Nutzung erneuerbarer Energien, Beteiligung an intelligenten Stromnetzen.

Arbeitsweg der Zukunft.

Wie könnte der Weg zur Arbeit in einer smarten Stadt aussehen? Ein fiktiver "Erfahrungsbericht".

Wie jeden Morgen vor der Arbeit geniessen Sie Ihren Espresso. Die Kaffeemaschine hat Ihre Wünsche gespeichert und sorgt dafür, dass Ihr Lieblingskaffee bereitsteht – 10 Minuten nachdem Sie das Smartphone geweckt hat. Dieses zeigt Ihnen tages- und zeitabhängig den schnellsten Weg ins Büro an. Ebenso empfiehlt es Ihnen, heute einen Regenschirm mitzunehmen.

Ins Stadtzentrum bringt Sie der fahrerlose Elektrobus, der täglich Abfahrtszeiten und  Strecke bedarfsgerecht optimiert, um möglichst viele Fahrgäste ideal bedienen zu können. Diese geben ihre Wünsche, Wohn- und Zielorte vorher via App an. Beim Umsteigen meldet sich das Smartphone wieder: Die Gesundheitsapp hat errechnet, dass Sie diese Woche noch nicht genug Bewegung hatten und empfiehlt Ihnen deshalb das Bikesharing. Autos und Velos der Sharing-Modelle senden Funksignale, die melden, was in Ihrem Umkreis gerade verfügbar ist. Die App zeigt Ihnen den Fussweg zum Fahrzeug, die Leihkosten und die Fahrtzeit bis zum Arbeitsplatz an. Da es gerade zu regnen beginnt, nehmen Sie anstelle des Velos ein Auto, das Sie dank des Regenschirms auch trocken erreichen. Mit dem frisch zugestellten Code öffnen Sie das Auto und fahren los. Vor dem Büro stellen Sie den Wagen ab und betreten das Gebäude, wo Sie James, der Roboter am Empfang, schon begrüsst und Ihnen den Weg zur nächsten Sitzung weist…

 

 

SmartSuisse – die neue Fachkonferenz zum Thema Smart City.

Zur Stärkung des Know-hows und zum Aufbau eines Netzwerks mit möglichen Partnern wird die SBB als exklusive Hauptpartnerin der MCH Group (Messe Schweiz) zur Mitausrichterin der SmartSuisse. Die neue Fachkonferenz mit Begleitausstellung zum Thema Smart City findet erstmals am 27. April 2017 im Congress Center Basel statt.

SmartSuisse – die neue Fachkonferenz zum Thema Smart City.

Anja Riedle, Projektleiterin Smart City

Im autonomen Auto durch die Smart City Singapur.

Mit dem Ziel, eine Smart City live zu erleben, ist SBB CEO Andreas Meyer mit einer Delegation im Oktober 2016 nach Singapur gereist. Als Projektleiterin für Smart City habe ich die Reise geplant und die Kollegen durch Singapur geführt.

Alexander Muhm, Leiter Development SBB Immobilien

Alles vernetzt: Smart Cities.

Das «Internet of Things» (IoT) ist derzeit in aller Munde. Investition in IoT-Technologien stehen für viele Schweizer Unternehmen an der Spitze der Prioritätenliste in den nächsten Jahren. Das kann ich durchaus nachvollziehen.