Smart Building.

Grafik Bahnhof Basel SBB

Smart Building.

Quartiere, Areale und Gebäude müssen heute vielfältige und flexible Nutzungsformen ermöglichen, um den Ansprüchen der Gesellschaft Rechnung zu tragen. Dank begleitender Partizipationsverfahren können die Bedürfnisse der Quartierbevölkerung, der Gebäudenutzer und weiterer Stakeholder (z. B. Kantone, Städte, Gemeinden) frühzeitig in den Gestaltungsprozess aufgenommen werden.

Die Grenzen zwischen den klassischen Phasen Planen, Bauen und Betreiben verschwinden zunehmend. Digitale Technologien und Methoden kommen entlang des gesamten Immobilienlebenszyklus zum Einsatz und vereinfachen dank einer gemeinsamen Datenbasis die Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien. Sie erhöhen die Transparenz, lassen frühere und bessere Entscheidungen während der Planung und Errichtung zu und liefern wertvolle Informationen für den Unterhalt und Betrieb von Gebäuden.

Smart Buildings können dank vernetzter Sensorik und intelligenter Software automatisiert und ressourcenschonend betrieben werden. Sie bieten ein hohes Mass an Komfort, Flexibilität und Sicherheit. Über digitale Plattformen können die Bewirtschaftungsprozesse optimiert und für die Nutzer zusätzliche personalisierbare Leistungen angeboten werden.

Ziel.

Die SBB plant, baut und betreibt effiziente Gebäude und Verkehrsknotenpunkte, die mit ihren Nutzern interagieren und sich individuellen Bedürfnissen anpassen.

Beitrag.

  • Die SBB nutzt eine integrierte, gewerkeübergreifende Gebäudemodellierung und -automation und optimiert dadurch die Planung, den Bau und den Betrieb ihrer Immobilien.
  • Die SBB betreibt Predictive und Preventive Maintenance mittels Gebäudesensorik.
  • Die SBB bietet über digitale Multiserviceplattformen Dienstleistungen und Funktionalitäten an.

Aus der Praxis: Building Information Modeling (BIM), Bhf. Basel SBB.

Die SBB hat bei der Erneuerung des Westflügels im Bahnhof Basel auf Building Information Modeling (BIM) gesetzt. Durch BIM werden alle Gebäudedaten digital erfasst und vernetzt. Das Gebäude wird hierbei als digitales Computermodell visualisiert. Anhand dieses Modells können unter anderem die Bedürfnisse unterschiedlicher Anspruchsgruppen aufeinander abgestimmt werden.

Im Bahnhof Basel konnten eine Optimierung der Personenführung sowie eine auf die Anforderungen des Denkmalschutzes optimal abgestimmte Anordnung der Fremdwerbeflächen erreicht werden. Ausserdem wurden durch die vollständige, dreidimensionale Gebäudeaufnahme des Bahnhofs Basel Ungenauigkeiten in den analogen Plänen erkannt und so Verzögerungen beim Umbau verhindert. Doch BIM ist nicht nur in der Plaungs- und Errichtungsphase relevant, sondern wird zukünftig auch bei der Instandhaltung von Gebäuden ein wertvolles Hilfsmittel darstellen.