Smartes Upcycling: Mehr Kundennutzen bei gleichzeitig kleinerem ökologischem Fussabdruck

Smartes Upcycling: Mehr Kundennutzen bei gleichzeitig kleinerem ökologischem Fussabdruck
6. Juli 2021

Smartes Upcycling: Mehr Kundennutzen bei gleichzeitig kleinerem ökologischem Fussabdruck.

Die alten, blauen Schliessfachanlagen an rund 90 Bahnhöfen der SBB entsprechen nicht mehr dem vorhandenen Kundenbedürfnis. Die Bezahlung ist nur via Münzen möglich und die Fächer sind nur mit einem physischen Schlüssel zu öffnen. An 18 grösseren, touristischen Standorten werden die Anlagen durch neue Modelle ersetzt. Für die übrigen 72 kleineren Standorte hat die SBB im Sinne der Kreislaufwirtschaft die ökologische Modernisierung der Anlagen mittels Upcycling geprüft. Ziel ist, dass der Kundennutzen dank Flexibilität der Upcycling-Anlage denjenigen eines Totalersatzes übertrifft – bei günstigeren Kosten und besserer CO2-Bilanz. In einer Pilotphase werden nun bis Dezember in den Bahnhöfen Burgdorf und einem weiteren Standort (ab Ende August) einige Fächer umgerüstet sowie auf Kundenakzeptanz und Betriebsmodus getestet.

Nachhaltige Ideen aus dem Smart City Lab Basel.

Gemeinsam mit der Firma 89grad hat die SBB im Smart City Lab die Anlagen umgebaut und an eine Software angebunden. Einige Komponenten (Münzzähler, Zwischenkasse und Münzprüfer) wurden entfernt und durch neue Teile (Microcontroller, LTE-Router, etc.) ersetzt. Die Boxen lassen sich neu via Web-Applikation öffnen und schliessen, so dass die Gepäckaufbewahrung per Smartphone ganz einfach funktioniert. Ob mit QR-Code oder auf sbb-box.ch – scannen, bezahlen, schliessen.

Die Anbindung an die Software gibt die Möglichkeit, künftig die Schliessfächer nicht nur für den Service der Gepäckeinstellung, sondern auch für andere Services zu nutzen, wie z.B. Abholung oder Retournierung von Paketen/Waren oder Services rund um das Thema «Sharing». Über die Web-Applikation lassen sich zusätzliche Zahlungsmittel einbinden.

Nebst der SBB und 89grad arbeiten derzeit auch andere Partner aus dem Smart City Lab Basel an der (Weiter-)Entwicklung von smarten Schliessfachanlagen. Damit werden Synergien geknüpft und Use Cases erarbeitet, die für alle Beteiligten spannende Ergebnisse liefern.

Gewusst?

Dank dem Upcycling von Schliessfachanlagen ist der CO2-Fussabdruck gegenüber einer Neubeschaffung um rund 80% niedriger – bei mindestens gleichem Kundennutzen.

Links.

Beitrag teilen

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.
Die Felder "E-Mail" und "E-Mail bestätigen" müssen übereinstimmen.
*Pflichtfelder